student guide
Die eine oder andere Person kennt das vielleicht, wenn sie selbst in einem Studentenwohnheim lebt. Das Leben dort ist hart und verzeiht keine Fehler. Immer wieder muss man aufpassen was man macht, denn jede Tat bringt Folgen mit sich mit denen man sich dann ebenfalls rumärgern muss. Der folgende Ratgeber soll euch ein bisschen dabei helfen als “Neuer” die kommenden Semester zu meistern.
Die Mitbewohner
Mit deinen Mitbewohnern solltest du es dir nicht verscherzen, denn du musst noch eine ganze Weile mit ihnen auskommen. Mit den folgenden einfachen Regeln solltest du dich also vertraut machen:
- Sei kein Spießer und leih ihnen alles aus was sie haben wollen, selbst wenn du es gerade erst gekauft hast. Die Wahrscheinlichkeit dass du es dreckig oder kaputt wieder bekommst ist sehr hoch, aber was tut man nicht alles um beliebt zu sein.
- Deine Lebensmittel im Kühlschrank sind für alle da. Die nächsten 6 Semester bist du für den Einkauf zuständig!
- Du solltes nicht probieren die Gewohnheiten der anderen zu ändern. Bewohner vor dir haben das schon probiert. Man hat nie wieder von ihnen gehört.
- Wenn du im Gemeinschaftsraum fern siehst und einer der “Alten” reinkommt, gibst du ihm die Fernbedienung und verlässt den Raum erfürchtig.
- Die Alten haben immer recht. Wenn sie sagen dass du mit dem Müll dran bist, dann bist du dran. Sie kennen sich mit den Regeln besser aus als du.
- Wenn du dein Geschirr spülen willst und ein anderer hat seine Sachen noch in der Spüle, dann musst du seine Sachen ebenfalls spülen und trocknen. Aber normalerweise benutzen die anderen sowieso nur dein Geschirr, also bleibt dir nichts anderes übrig.
- Die gemeinsame Telefonrechnung wird immer pro Semester der Reihe nach von einem allein gezahlt. Natürlich bist du dieses Semester dran.
die Lebensmittellagerung
Nahrung ist wichtig denn die braucht man zum Überleben. Halte dich an die folgenden Regeln und du lebst noch eine Weile länger:
- Eine Speisekarte von der Pizzeria um die Ecke gehört in jedes Wohnheim. Tipp: Mehrere Karten von verschiedenen Pizzerias bedeutet größere Auswahl und du kannst dir eine Pizza bestellen, obwohl dich “Luigi’s Pizza” nicht mehr beliefert, weil du seine Fahrer angepöbelt hast.
- Frische Lebensmittel sollten gemieden werden, denn das Klima in der Gemeinschaftsküche ist Gift dafür. Deck dich lieber mit Fertignudelgerichten und Ravioli aus der Dose ein.
- Wenn dein Einkauf nicht mehr in den gemeinsamen Kühlschrank passt, nimm Sachen der anderen heraus und verstecke sie unter der Spüle bei den Putzsachen. Dort schaut bestimmt nie jemand nach.
- Bier gehört in den Kühlschrank. Verbanne dazu alle verderblichen Lebensmittel aus dem Kühlschrank um Platz zu schaffen.
- Ein eigener Kühlschrank im Zimmer ist purer Luxus, aber wer sein Bier länger als einen Tag geniessen will muss sich wohl oder übel einen zulegen.
(siehe Punkt 2 unter ‘Mitbewohner’) - Larven sind ein Anzeichen für Großputz in der Speisekammer.
Hygiene und Sauberkeit
Wohnheime sind immer nur so sauber wie seine Bewohner. Aber hältst du dich an alle Vorschriften, dann bleibst du verschohnt von allen Krankheiten.
- Sagrotan ist dein ständiger Begleiter.
- Wenn du einmal alleine putzt und die anderen das merken, bist du der Depp der das in Zukunft immer machen darf.
Tipp: Lass alles bis zum nächsten gemeinsamen Großputz liegen. Dieser findet einmal pro Semester statt. - Badelatschen in der Dusche halten Infektionen und Pilze fern.
- Putzen in deinem eigenen Zimmer ist erlaubt, mach dabei aber nicht allzu viel Lärm, sonst merken die anderen dass du putzt.
- Dein schmutziges Geschirr kann ruhig, zwei bis drei Tage stehen bleiben. Die Fliegen wollen doch auch was essen.
- Um dich vor ansteckenden Krankheiten zu schützen, solltest du dein Zimmer stets mit Handschuhen verlassen.
- Hinterlasse deinen Mitbewohnern kleine höfliche Nachrichten im Staub auf dem Fenstersims oder dem Fett auf dem Tisch und mach sie darauf aufmerksam, dass es mal wieder Zeit für eine Putzaktion ist.
- Es ist nicht zu empfehlen Geschirr, Besteck, Töpfe oder Pfannen zu verwenden, welche dir vom Wohnheim zur Verfügung gestellt werden. Deine Urgroßeltern könnten bereits davon gegessen haben.
- Es ist normal, dass man durch die Scheibe des Backofens nicht hindurchschauen kann. Der Ofen wird oft ohne Backpapier für die Zubereitung nicht geeigneter Speisen verwendet.
- Der Reiskocher deiner asiatischen Mitbewohner ist stets eine Problemquelle. Isoliere das Netzkabel ab und geh beim Hausmeister petzen wegen der Brandgefahr, dann bleibt der Boden der Küche auch mal länger als ein Tag sauber.
Parties
Ein Leben im Studentenwohnheim ohne Party, ist wie eine Studentendusche ohne Fusspilz. Nutze jede Gelegenheit um zum feiern und orientiere dich an diesen altbewährten Regeln:
- Musik muss man laut geniessen. Die Nachbarn wussten worauf sie sich einlassen, als sie in das Miethaus gegenüber eingezogen sind.
- Trink erst den Alkohol der Anderen weg, bevor du deine eigenen Vorräte anbrichst. Die Chancen dass du am Ende noch was übrig hast, werden von Stunde zu Stunde höher.
- Pfandflaschen und -becher sind eine nie endende Geldquelle für einen Studenten. Sammel einfach alles ein was dir in die Quere kommt. Ist der Becher noch halb voll, leer ihn in den nächsten Blumentopf, denn Zeit ist Geld.
- Gib dich als Medizinstudent aus, um Weiber abzuschleppen. Frauen stehen auf Mediziner.
- Gib dich als Türsteher oder Veranstalter aus um dich in der Schlange an der Theke vor zu drängeln. Nimmt es dir jemand nich ab, zettel eine Schlägerei an und geh dann im Gedränge nach vorn.
- Auf einer Party trifft man viele Leute, die man im Suff aber nicht mehr erkennt. Anreden wie “Hey du”, “Kumpel” oder “altes Haus” sind notwendig um Peinlichkeiten zu vermeiden. Du darfst natürlich auch improvisieren.
- Tutoren und Professoren sollte man meiden, ausser sie sind genauso dicht wie du.
- Schlaf am nächsten Tag besonders lange und ignoriere klopfen und rufen um dich vor dem Aufräumen zu drücken.
Ich hoffe ich konnte euch damit ein paar Weisheiten mit auf den Weg geben. Haltet euch daran und euch kann keiner was.
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