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achtung liebe studenten

Ab Morgen wird es wieder Zeit, Studiengebühren zu zahlen. Ihr wollt doch nicht zwangsexmatrikuliert werden, oder? Noch habt ihr ja einen Monat Zeit um die letzten paar Euros zusammen zu kratzen. Für zwei oder drei Mal Blutspenden gegen Cash langt die Zeit auch. Noch besser seid ihr dran wenn ihr noch beide Nieren habt. Auf dem Schwarzmarkt bekommt ihr für eine, ne ganze Menge Kohle. Die Uni stört das sicher nicht woher das Geld kommt.

arbeit statt studiengebühren

Als ich gestern ferngeschaut habe, kam ein sehr interessanter Beitrag. Der Bürgermeister einer kleinen Stadt in Baden-Würrtemberg in der Nähe von Heidelberg hat folgenden Vorschlag gemacht: Studenten arbeiten 60 Stunden pro Semester in der Gemeinde (also im Altersheim oder bei der Feuerwehr) und bekommen dafür die Studiengebühren von 500 Euro bezahlt. Das wäre also ein Stundenlohn von 8,33 und das ist ungefähr so viel wie ich als HiWi an der Uni verdiene. Okay, dass ich auch so viel arbeite sei jetzt mal Nebensache…
Jetzt arbeiten schon 5 Studenten in der Gemeinde und wenn das gut funktioniert werden es noch mehr werden. Das Email Postfach des Bürgermeisteramts ist am überlaufen und die Bewerbungsflut scheint kein Ende zu nehmen.

Auf jeden Fall finde ich die Aktion sehr anständig und beide Seiten profitieren davon. Die Gemeinde bekommt Hilfe in ihren öffentlichen Einrichtungen und die Studenten können schuldenfrei studieren. Großes Lob an die Stadt Eppelheim von der sich die anderen Städte ruhig ein Stück abschneiden können.

Den ganzen Bericht auf Spiegel-Online findet ihr hier

studiengebühren

Lange hat man darüber geredet und debattiert und jetzt war es soweit. Heute habe ich das erste Mal, zusammen mit der Rückmeldegebühr für das Studentenwerk, fast 600 Euro an die Universitätskasse überwiesen. Und so wird das jetzt in den nächsten Semestern weiter gehen. Viele haben demonstriert, einige auch geklagt, aber gebracht hat es erstmal nichts. Wieder einmal ein Versprechen der Bundesregierung, dass nicht eingehalten wurde.
Dazu kam bei uns an der Uni noch dazu, dass allein 1.4 Millionen Euro davon für Heizkosten ausgegeben werden sollen. Aber da hat die Uni nicht mit den Studenten gerechnet, die sich lautstark dagegen gewehrt haben. Denn die Studiengebühren sollen allein der Bildung der Studenten zugeführt werden und nichts anderem. Also meine Bildung mit Sicherheit nichts mit Heizkosten zu tun. Die meiste Zeit verbringe ich im PC-Pool und der ist immer brütend warm. Ich bin mal gespannt was da noch alles passiert, denn ich halte auch nicht viel von den Studiengebühren und schon garnicht von Verschwendung von Geldern.


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