Zwar hab ich den gestrigen Tag nicht in der Arbeit verbracht, aber da es sich trotzdem um den 9. Tag meines Ferienjobs handelte, ist heute Tag 10 dran. Wir haben ihn gebührend auslaufen lassen. Gab wirklich kaum Arbeit. Ein bisschen den Keller gefegt, Mittagessen, und dann nur noch Kleider wegbringen und Spind leer räumen und dann wars das auch schon. Haben dann noch ein paar Aufkleber mit Notrufnummern auf sämtliche Telefone im Gebäude kleben müssen und natürlich hat man uns dann erst als wir fast fertig waren gesagt, dass sie doch an der falschen Stelle sind… Also haben wir noch bis um zehn nach zwei Kleber korrigiert. Dann gings aber endlich heim.
So dass waren meine “spannenden” Wochen als Ferienarbeiter. Aber für das Geld war die Arbeit völlig okay. Werd mich mal wieder melden wenn ich frei habe.
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tag acht
Das Wochenende rückt immer näher und morgen habe ich sogar frei, da ich morgen vormittag in Ulm sein werde um mich um meinen BaföG-Antrag kümmern muss. Ich wollte eigentlich Nachmittags zum arbeiten wieder da sein, aber mein Chef meinte dass ich dann nicht extra nochmal kommen muss. Auch nicht schlecht. Heute war ein ganz chilliger Tag. Wir mussten die meiste Zeit hinter der neuen Halle in der Sonne die Terasse fegen und die Bänke am Fluß sauber machen. Wie schlimm, wie schlimm…
War wirklich sehr angenehm. Und da sich der Verwaltungsrat im Haus befand und oben in den Räumlichkeiten Sitzung hielt, war unser Chef auch mit wichtigeren Sachen beschäftigt. Später mussten wir dann noch kurz das Mittagessen nach oben tragen (Sauerkrautlasagne…) und dann wieder kehren. Aber die Lasagne war nicht schlecht. Wir durften dann noch ein paar Reste haben. Also morgen hab ich frei, also werde ich auch nichts schreiben.
tag sechs und sieben
So gestern hatte ich zwar Zeit zum schreiben, habs aber total vergessen. Soviel zu meinen Vorsätzen regelmäßig zu schreiben…
Es ist aber nicht viel passiert. Gestern hatten wir wieder wunderbares Wetter. Wir durften den Hof kehren und alte Lagerkammern ausräumen. Dann wurde der Schrott abgeholt und wir haben die Lagerräume der Kantine geputzt. Die hatten da drin Dreck der wohl schon 10 Jahre da drin lag. Staub ohne Ende. Heute haben wir die Besprechungszimmer für die Versammlung morgen hergerichtet. Also Tische stellen und putzen, Waren aufstellen und saugen und so Zeug. Dann kam der Wirtschaftskontrolldienst und wir Ferienarbeiter wurden hinter die neue Halle zum kehren geschickt. Was soviel hieß wie, Sonne, Sonne und eine halbe Stunde die selbe Stelle kehren. Toll. Aber der heutige Tag ging relativ schnell vorbei und jetzt sind es nur noch drei.
tag vier und fünf
Hatte gestern und vorgestern keine Zeit mehr meine Tagesabläufe nieder zu schreiben. Gab wie immer genug zu tun. Wir haben weitere Marketingregale ausgeräumt und den Inhalt entsorgt, bzw. durften auch was mitnehmen. Kullis, Sofortbildkameras, Schlüsselanhänger und Taschenrechner. Größere aufblasbare Gummiprodukte hatten leider keinen Platz in meiner Tasche oder meinem Spind. Schade drum aber ich bin ja kein Müllsammler oder so. Wird schon seine Richtigkeit haben. Nimmt nur Platz weg.
Am Montag gehts weiter mit putzen und kehren. Am Mittwoch kommen die Anteilhalter zu Besuch und natürlich wird das ganze Werk angeschaut. In den alten Kellern findet man so manchen uralten Schrott. Vielleicht is ja mal was wertvolleres als ein alter Stuhl oder ein altes Pornoheft dabei.
tag drei
Aller guten Dinge sind drei, sagt man. Leider wars das aber noch nicht mit der Arbeit. Noch bleiben sieben Tage übrig. Die Arbeitsvielfalt hat sich heute auch wieder sehr gut versteckt. Ich habe die Warenhalle gekehrt und nass gesaugt, das Nebenzimmer komplett geputzt und leer geräumt und Paletten vom Dachboden nach unten geschafft. Noch ein bisschen Müll und Schrott entsorgt und dann war es auch schon 3 Uhr und ich konnte nach Hause…
Aber immernoch besser als garnichts zu machen. Morgen wird es wohl auch nichts interessanteres geben. Nächste Woche ist große Vorstandssitzung und da muss noch viel aufgeräumt und geputzt werden, damit sich die Damen und Herren wohlfühlen. Solange ich sie nicht auch noch bekellnern muss…
tag zwei
Heute gabs zum Glück mehr zu tun, als nur Paletten mit Sauerkraut und Essig herum zu fahren. Wir haben eine alte, sperrige und extrem schwere Klimaanlage im Dachgeschoss des garantiert über 100 Jahre alten Hauptgebäude abgebaut, zerflext und dann durch die schmalen und niedrigen Gänge zum Schrottlager transportiert. Mein Kollege hätte sich beinahe den Schädel an einem Querbalken zertrümmert (dramatisiert), aber wir haben es dann nach 1 1/2 Stunden geschafft. Natürlich mussten wir dann auch noch die Sauerei oben beseitigen, denn in den alten Teilen befand sich dermaßen viel Dreck, dass es ein Wunder war, dass das Ding vor nem halben Jahr überhaupt noch gelaufen ist und die Leute in den Werkshallen keine bleibenden Schäden davon getragen haben.
Später habe ich mich dann auch noch tierisch aufgeregt, weil das Unternehmen bestimmt 20 verschiedene Sorten von Sauerkraut und Rotkraut herstellt. Für jede zehnte Dose musste ich ne neue Palette anfangen. Aber so eine Produktvielfalt ist wohl zwingend notwendig um möglichst viele Kunden zu erreichen. Und um noch eine allgemein gerne gestellte Frage zu beantworten: Nein, es gibt nicht jeden Tag Sauerkraut in der Kantine.